Den inneren Schweinehund bekämpfen – Wie motiviere ich mich?

Auch ich besitze einen inneren Schweinehund, der manchmal mit allen Mitteln versucht, mich von meinen geplanten Taten abzuhalten. Sei es, weil es im Bett einfach zu bequem ist, aufzustehen oder weil ich mich einfach nicht so fit fühle wie gestern. Oder auch Stress bei der Arbeit oder in der Beziehung, kann einem die Lust aufs Training nehmen. Vielleicht lädt auch einfach nur das schöne Wetter ein, alles andere zu tun, als das, was man gerade geplant hat. Der Schweinehund hat viele Facetten und wenn es nicht der eine Grund ist, ist es der andere.

Schlimmer wird es dann, wenn sich das schlechte Gewissen einmischt und man sich selber enorm viel Druck macht. Plötzlich hört man seine innere Stimme: „Wenn du jetzt nicht ins Training gehst, wirst du nie dein Ziel erreichen!“ oder „Wenn du das Training heute ausfallen lässt, wirst du auch morgen nicht gehen!“. Mir scheint es aber, als sei „die Diskussion mit dem schlechten Gewissen“ „der beste Freund des Schweinehunds“. Denn selten hat mich diese Art von Druck dazu gebracht, etwas mit vollster Motivation zu tun oder überhaupt zu tun. Eher im Gegenteil. Entweder man hat sein Ziel vor Augen und verfolgt dieses auch, komme was wolle, oder nicht. Aber zu diskutieren über das, was man eigentlich will, fördert nur, dass man es nicht mehr will – es wird zu negativ behaftet. Das Hirn verknüpft den „Weg zum Ziel“ (z.B. das Training) mit Druck. Die Motivation sinkt.

Wie bringe ich also den inneren Schweinehund dazu ruhig zu sein, wenn er denn mal bellt? Mir hilft es, wenn ich mir in solchen Situationen klar vor Augen halte, was mein Ziel ist und wie ich mich dabei fühle, meinem Ziel immer näher zu kommen. Wie fühle ich mich vor, während und vor allem nach meinem Workout? Ich versuche mich in dieses Gefühl zu versetzen. Und dazu gehört halt manchmal auch das Gefühl von Unlust zu Beginn des Trainings. Spätestens aber beim Aufwärmen steigt die Motivation, da man weiss, dass man zu diesem Zeitpunkt das Training auch erfolgreich beenden wird oder zumindest damit beginnt. Und ganz ehrlich ein kurzes oder „schlechtes“ Training ist immer noch besser als kein Training. 😉

Erinnert man sich also daran, dass man schon einige Male den Schweinehund überwunden hat, so fällt es einem immer leichter, diesen erneut zu überwinden und lässt solche Diskussionen gar nicht zu. Man kann das genauso trainieren, wie seinen eigenen Körper. Entweder man geht ins Training oder man lässt es dann bleiben, das aber mit gutem Gewissen. Denn man darf sich auch mal was gönnen!

Aber auch Rituale vor dem Training können helfen, seine Lust aufs Training zu steigern. Ein koffeinhaltiges Getränk wie Kaffee oder ein Energydrink können dich aufputschen und in Trainingsstimmung bringen, wenn du dich zum Beispiel etwas schlapp fühlst. Oder einfach nur das Anziehen der Trainingskleider kann dir helfen, die Hürde zu überwinden.

Mit der Zeit kennt man sich immer besser und weiss, was hilft, sich fürs Training zu motivieren und wann wirklich ein Grund für die Demotivation dahinter steckt. Eine anfängliche Krankheit kann einem nämlich auch einen Strich durch die Rechnung machen, dann macht es aber Sinn, zu pausieren.

Es gibt hier keine goldene Regel oder eine Pauschale, die auf alle Menschen zutreffen und bei allen Menschen hilft. Aber es gibt viele kleine Tricks, die dir helfen könnten. Falls du bisher Mühe hattest, deinen Schweinehund zu bekämpfen, unterstütze ich dich gerne dabei.

Nadja

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